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Einen Home-EMS-Platz in einer kleinen Wohnung einrichten

Der häufigste Einwand gegen Training zu Hause lautet, dass die Wohnung zu klein sei. In der Praxis ist der Platzbedarf für eine EMS-Einheit jedoch überschaubar: Gebraucht wird eine Fläche, auf der eine Matte liegt und die Arme seitlich ausgestreckt werden können. Das sind grob zwei mal ein Meter, und diese Fläche findet sich in fast jeder Wohnung, wenn ein Möbelstück kurz verschoben wird. Die eigentliche Herausforderung ist nicht die Fläche, sondern die Frage, wo Matte, Wäsche und Zubehör wohnen, wenn nicht trainiert wird. Dieser Artikel zeigt, wie sich beides lösen lässt, welche Ecken sich eignen und wie der Aufbau in wenigen Minuten gelingt. Ziel ist ein Platz, der nutzbar ist, ohne die Wohnung dauerhaft zu belegen.

Wie viel Fläche wirklich gebraucht wird

Der erste Schritt ist, den tatsächlichen Bedarf zu bestimmen statt ihn zu schätzen. Für die meisten Übungen im Stehen genügt eine Fläche in der Größe einer ausgerollten Matte. Zusätzlich sollte etwas Raum nach oben vorhanden sein, damit die Arme über den Kopf geführt werden können, ohne an eine Lampe zu stoßen. Für Übungen im Liegen ist die Mattenlänge das Maß, für Übungen im Stehen die Breite. Wer unsicher ist, kann die Matte einmal an mehreren Stellen ausrollen und prüfen, wo sie wirklich passt. Häufig eignet sich der Bereich zwischen Sofa und Couchtisch besser als gedacht, sobald der Tisch einen halben Meter verschoben wird. Auch der Flur ist in vielen Wohnungen breit genug, besonders wenn keine Türen im Weg sind. Wichtig ist ein rutschfester Untergrund und genug Abstand zu Glasflächen. Wer die Fläche einmal bestimmt hat, muss darüber nicht mehr nachdenken.

Geeignete Ecken und ihre Vor- und Nachteile

In kleinen Wohnungen kommen meist drei Orte infrage: Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flur. Das Wohnzimmer bietet die größte Fläche, ist aber auch der Raum, den andere Bewohner nutzen möchten. Das Schlafzimmer ist ruhiger und lässt sich abends leichter blockieren, hat aber oft weniger freie Fläche neben dem Bett. Der Flur ist meist unbeliebt, funktioniert aber überraschend gut, wenn er breit genug ist und keine Durchgangssituation entsteht. Ein Balkon kommt in der warmen Jahreszeit als Ergänzung infrage, ist aber wetterabhängig. Entscheidend ist neben der Fläche vor allem, wie schnell der Ort einsatzbereit ist. Ein Platz, für den drei Möbelstücke verschoben werden müssen, wird selten genutzt. Sinnvoll ist deshalb, den Ort zu wählen, der mit einem einzigen Handgriff frei wird. Wie sich eine solche Ecke wohnlich gestalten lässt, beschreibt der Beitrag zum gemütlichen Trainingsplatz.

Zubehör unsichtbar unterbringen

Der eigentliche Platzbedarf entsteht nicht während der Einheit, sondern in den übrigen sechs Tagen der Woche. Matte, Wäsche, Wetbag und Zubehör brauchen einen Ort, an dem sie nicht stören und trotzdem schnell greifbar sind. Bewährt hat sich eine flache Box oder ein Korb, der unter das Bett, unter das Sofa oder in ein Regalfach passt. Die Matte kann gerollt hinter eine Tür, neben ein Regal oder unter das Sofa gestellt werden. Wichtig ist die Zehn-Sekunden-Regel: Was länger als zehn Sekunden zum Hervorholen braucht, erhöht die Hürde spürbar. Der Wetbag findet an einem Haken an der Innenseite einer Tür Platz und ist dort trotzdem unsichtbar. Die Trainingswäsche bekommt am besten ein eigenes Fach, damit sie nicht zwischen Alltagskleidung verschwindet. Wer alles an einem Ort sammelt, spart bei jeder Einheit mehrere Handgriffe. Ideen dazu sammelt der Beitrag zur platzsparenden Aufbewahrung.

Aufbau und Abbau in wenigen Minuten

Ein Platz in einer kleinen Wohnung funktioniert nur, wenn Aufbau und Abbau kurz sind. Bewährt ist eine feste Reihenfolge aus vier Schritten: Möbel verschieben, Matte ausrollen, Zubehör bereitstellen, Licht einstellen. Der Abbau läuft in umgekehrter Richtung und dauert ähnlich lang. Zusammen sind das selten mehr als fünf Minuten, wenn die Aufbewahrung gut gewählt ist. Wichtig ist, den Abbau nicht zu verschieben, weil sonst am nächsten Tag ein halb belegter Raum bleibt. In kleinen Wohnungen fällt das doppelt auf, weil die Fläche für andere Zwecke gebraucht wird. Wer den Abbau direkt an das Ende der Einheit koppelt, macht ihn nach kurzer Zeit automatisch. Sinnvoll ist außerdem, die Wäsche im selben Zug in den Wetbag zu geben. Damit ist der Raum in einem Durchgang wieder Wohnraum. Wie sich das noch schneller organisieren lässt, zeigt der Artikel in zehn Minuten Platz schaffen.

Wenn andere Menschen im Raum sind

In kleinen Wohnungen ist der Trainingsplatz fast immer auch der Wohnraum anderer. Deshalb lohnt sich eine kurze Absprache über Zeiten statt einer stillschweigenden Belegung. Häufig reicht es, feste Trainingszeiten zu nennen, damit niemand überrascht wird. Wer Kinder im Haushalt hat, definiert am besten einen Bereich, der während der Einheit nicht betreten wird. Auch Geräusche sind ein Thema, besonders in Wohnungen mit dünnen Wänden oder abends. Eine Einheit ohne laute Musik ist in solchen Fällen die rücksichtsvollere Variante. Wenn der gemeinsame Raum regelmäßig belegt ist, kann das Schlafzimmer die bessere Lösung sein. Wichtiger als der ideale Ort ist, dass die Nutzung geklärt ist und niemand improvisieren muss. Eine ruhige Alternative beschreibt der Beitrag zum Training im Gästezimmer.

Zu einem kompakten Platz gehört Wäsche, die wenig Raum braucht und einen festen Ort hat. Die Cotana EMS-Wäsche lässt sich hier prüfen:

Fazit

Ein Home-EMS-Platz in einer kleinen Wohnung braucht etwa die Fläche einer Matte plus Raum für ausgestreckte Arme. Diese Fläche findet sich fast immer, sobald ein einzelnes Möbelstück verschoben wird. Die größere Aufgabe ist die Aufbewahrung: Matte, Wäsche, Wetbag und Zubehör brauchen einen festen Ort, der in unter zehn Sekunden erreichbar ist. Aufbau und Abbau sollten zusammen unter fünf Minuten liegen, sonst wird der Platz seltener genutzt. Besonders wichtig ist der Abbau, weil die Fläche in kleinen Wohnungen für andere Zwecke gebraucht wird. Wer den Raum mit anderen teilt, klärt Zeiten und Bereiche am besten einmal offen ab.