Der Winter ist für Trainingsroutinen zu Hause die anspruchsvollste Zeit. Es ist früh dunkel, die Wohnung ist kühler, Wäsche trocknet langsamer, und die Bereitschaft, sich abends noch umzuziehen, sinkt spürbar. Gleichzeitig hat der Winter einen Vorteil: Draußen ist wenig los, und die Wohnung ist ohnehin der Ort, an dem der Abend stattfindet. Wer die typischen Winterprobleme vorher löst, hat gute Chancen, die Routine durch die Saison zu tragen. Dieser Artikel beschreibt eine Vorbereitung entlang von vier Punkten: Raum, Kleidung, Wäsche und Zeitplanung. Alle vier lassen sich in etwa einer Stunde einmalig einrichten.
Den Raum wintertauglich machen
Der wichtigste Faktor im Winter ist die Raumtemperatur. In einer kühlen Wohnung fühlt sich der Beginn einer Einheit unangenehm an, und dieser erste Eindruck entscheidet häufig über den Abbruch. Sinnvoll ist, den Trainingsraum etwa zwanzig Minuten vor der Einheit zu heizen. Wer mehrere Räume zur Auswahl hat, wählt den wärmsten und nicht den größten. Gelüftet wird vor der Einheit und nicht während, weil Zugluft im Winter besonders unangenehm ist. Der Boden ist meist kälter als die Raumluft, weshalb eine Matte oder ein Teppich spürbar hilft. Der Trainingsplatz sollte nicht direkt an einem Fenster oder einer Außenwand liegen. Auch das Licht gehört dazu: Warmes Licht wirkt im Winter deutlich einladender als kaltes Deckenlicht. Diese Anpassungen kosten nichts und verändern die Ausgangslage jeder Einheit.
Kleidung vor, während und nach der Einheit
Im Winter ist die Kleidung rund um die Einheit wichtiger als die Einheit selbst. Vor dem Training hilft eine warme Schicht über der Trainingswäsche, die kurz vor Beginn abgelegt wird. Socken sind auf kühlen Böden angenehmer als barfuß und lassen sich meist während der Einheit anbehalten. Während des Trainings sollten möglichst wenige zusätzliche Schichten getragen werden, weil sie die Bewegung stören. Der kritischste Moment ist danach, wenn feuchte Wäsche im kühlen Raum schnell auskühlt. Deshalb sollte vollständige trockene Wechselkleidung bereitliegen, inklusive Socken. Der Wechsel erfolgt zügig und vor dem Aufräumen. Ein warmes Getränk danach gehört für viele zur Winterroutine dazu. Mehr dazu steht im Beitrag zum Schichten der Kleidung.
Der Trocknungsplatz für die Wäsche
Im Winter ist der Trocknungsplatz das größte praktische Problem. Draußen aufhängen funktioniert nicht mehr, drinnen steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum. Sinnvoll ist ein fester Platz, der luftig ist und regelmäßig gelüftet wird, etwa im Bad mit geöffneter Tür oder in einem selten genutzten Zimmer. Ein Wäscheständer mit Abstand zwischen den Teilen trocknet deutlich schneller als ein voll behängter. Direkte Heizungswärme ist für elastische Textilien keine gute Wahl, auch wenn sie verlockend schnell wirkt. Wichtig ist, den Raum nach dem Aufhängen zu lüften, damit die Feuchtigkeit nach draußen kann. Ein zweites Wäscheset ist im Winter besonders hilfreich, weil die Trocknungszeit sonst den Trainingsrhythmus begrenzt. Wer beides einmal einrichtet, hat für die gesamte Saison Ruhe. Details dazu stehen im Beitrag zum Trocknen im Winter.
Die Zeitplanung an die Dunkelheit anpassen
Im Winter ist es bereits am späten Nachmittag dunkel, was die gefühlte Tageszeit verschiebt. Wer bisher nach Tageslicht trainiert hat, braucht jetzt eine feste Uhrzeit unabhängig von der Helligkeit. Für viele funktioniert der frühe Abend besser als der späte, weil die Bereitschaft nach dem Abendessen deutlich sinkt. Wer flexibel arbeiten kann, verlegt eine Einheit in die Mittagspause oder auf den Vormittag. Am Wochenende ist der Vormittag oft die stabilste Zeit. Sinnvoll ist außerdem, die Anzahl der Termine im Winter eher zu reduzieren als zu erhöhen. Zwei feste Einheiten sind in dieser Saison realistischer als drei. Ein definierter Mindestrahmen hilft in Wochen, in denen es besonders schwerfällt. Wie sich das umsetzen lässt, beschreibt der Beitrag zu Home-EMS im Herbst.
Die Vorbereitung einmal einrichten
Alle genannten Punkte lassen sich in einer einzigen Vorbereitungsrunde erledigen. Dazu gehört, den Trainingsraum festzulegen und dort eine warme Lichtquelle zu platzieren. Ebenso gehört dazu, einen festen Trocknungsplatz einzurichten und den Wäscheständer dorthin zu stellen. Die warme Zwischenschicht und die Wechselkleidung bekommen einen Platz neben der Trainingswäsche. Die Trainingszeiten werden für die kommenden Monate in den Kalender eingetragen. Zum Schluss wird der Mindestrahmen für schwierige Wochen festgelegt und notiert. Diese Vorbereitung dauert etwa eine Stunde und wirkt über mehrere Monate. Wer sie im Herbst erledigt, geht ohne offene Fragen in den Winter. Und die Einheiten selbst brauchen danach keine besondere Aufmerksamkeit mehr.
Ein zweites Set gehört im Winter zu den wirksamsten Vorbereitungen. Die Cotana EMS-Wäsche lässt sich hier prüfen:
Fazit
Home-EMS in der kalten Jahreszeit gelingt, wenn Raum, Kleidung, Wäsche und Zeitplanung vorher geklärt sind. Der Trainingsraum wird vor der Einheit geheizt, vorher gelüftet und mit warmem Licht ausgestattet; eine Matte isoliert gegen kalte Böden. Rund um die Einheit hilft eine warme Zwischenschicht davor und vollständige trockene Wechselkleidung danach. Der größte praktische Punkt ist ein fester, luftiger Trocknungsplatz, ergänzt durch ein zweites Wäscheset. Bei der Zeitplanung ist eine feste Uhrzeit unabhängig vom Tageslicht entscheidend, eher früh am Abend als spät. Wer diese Vorbereitung einmal im Herbst erledigt, muss im Winter nur noch trainieren.